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Der richtige Biss im Gespräch mit Dr. Fricke aus Dortmund, Invisalign-Behandler seit 2000.


Die wichtigsten Fakten:

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  • Praxisname: Dr. Fricke & Dr. Ritschel
  • Gründung: 2000
  • Stadt: Dortmund
  • Ärzte: 2
  • Mitarbeiter: 25
  • Leistungsumfang: Unsichtbare Zahnkorrekturen für Kinder und Erwachsene; CMD-Therapien
  • Spezialgebiet: Invisalign-Behandlungen
  • Invisalign-Behandlungen: > 900 (seit 2001)
  • Website: www.kfo-do.de
dr-Fricke

Der richtige Biss: Guten Tag Herr Dr. Fricke. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, ein Gespräch zum Thema „Der richtige Biss“ mit uns zu führen. Sie sind Invisalign-Behandler der ersten Stunde. Wie kam es dazu?

Dr. Fricke: Wir waren von Anfang an begeistert von der Idee, mit einem nahezu unsichtbaren System komplette kieferorthopädische Korrekturen durchführen zu können. Wir haben uns einen Marktüberblick verschafft und mit Invisalign ein System gefunden, das die Aligner-Technik erstmals auf wirklich professionelle Beine gestellt hat. Mit einem zentralen Labor in den USA, mit 3D-Software und in einer wirklich überzeugenden Qualität. Das war einfach das beste Komplettpaket.

Der richtige Biss: Und hat sich das dann entwickelt?

Dr. Fricke: Am Anfang haben wir eher die „leichten“ Fälle gemacht und parallel noch Lingualtechnik eingesetzt. Heute deckt Invisalign rund 90% aller Fälle ab und wir setzen andere Technologien nur noch dann ein, wenn es mit Invisalign nicht geht. Das wird aber immer weniger und mit den neuen Produktgenerationen wie G3 und G4 hat sich das nochmals deutlich hin zu Invisalign verschoben. Nur bei großen Zahnbewegungen zum Schließen einer Lücke nutzen wir eine Kombination aus festen, lingual sitzenden Zahnspangen mit anschließender Invisalign-Behandlung.

dr-Fricke

Der richtige Biss: Was ist der Unterschied zwischen einer Praxis, die Aligner einsetzt zu Praxen, die auf „klassische“ Methoden setzen?

Dr. Fricke: Nun, vor allem ist es für den Patienten viel angenehmer. Und das führt zu einer höheren Akzeptanz der Praxis. Kein Mensch möchte eine feste und sichtbare Zahnspange haben. Nicht nur wegen der Optik, man muss auch andere Kompromisse eingehen wie zum Beispiel weniger Tragekomfort.

Der richtige Biss: Und was ist der Unterschied im täglichen Betrieb der Praxis?

Dr. Fricke: Die Behandlung ist grundsätzlich anders als mit festsitzenden Apparaturen. Das kann man eigentlich gar nicht vergleichen. Man hat weniger Patiententermine, dafür mehr Arbeit am Rechner, da die Planungen zum Teil sehr komplex sind. Da stehen wir dann auch in enger Abstimmung mit den Invisalign-Technikern. Wir planen die Therapie vor der Behandlung komplett mit der 3D-Software durch und da muss man sehr präzise Arbeiten, damit das dann auch umsetzbar ist. Dafür braucht man auch die entsprechende Erfahrung und viele Fälle aber das entwickelt sich über die Jahre.

Der richtige Biss: Heißt das, der Einstieg in Invisalign ist schwierig?

Dr. Fricke: Also für Kieferorthopäden sehe ich da keine Schwierigkeiten. Kieferorthopäden wissen durch die Facharztausbildung, was geht und was nicht, können sich die Zahnbewegungen dreidimensional vorstellen und setzen das einfach mit einem anderen System um. Natürlich muss man mit einem neuen System Erfahrungen sammeln aber das ist machbar.

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Der richtige Biss: Wir haben auf Ihrer Website gelesen, dass Sie inzwischen auch mit iTero, dem digitalen Scansystem arbeiten. Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Dr. Fricke: Ich bin der Überzeugung, dass die Scantechnik jetzt vor dem Durchbruch steht. Wir haben den Scanner seit einem Jahr im Einsatz, für die Patienten ist das viel angenehmer, der Zeitaufwand ist ähnlich und der Abdruck entfällt. Kunden schätzen es, wenn wir ihnen moderne und komfortable Technologien anbieten.

Der richtige Biss: Setzen Sie bereits das neue Produkt Invisalign i7 ein?

Dr. Fricke: Ja. seit kurzer Zeit. Für kleinere Zahnkorrekturen ist dieses Produkt ideal und wird auch von den Patienten sehr gut angenommen.

Der richtige Biss: Als Sie vor über 10 Jahren mit Invisalign angefangen haben, kannten vermutlich die wenigsten Patienten Aligner-Systeme. Hat sich das geändert?

Dr. Fricke: Heutzutage sind die meisten Kunden sehr gut vorinformiert. Viele Fragen ganz konkret nach Invisalign. Da hat sich durch das Internet vieles geändert, inzwischen ist das die Informationsquelle Nummer 1. Deshalb ist das es uns auch sehr wichtig, im Netz präsent zu sein.

Der richtige Biss: Welches sind die wichtigsten Vorteile eine Invisalign-Behandlung für Ihre Patienten?

dr-Fricke

Dr. Fricke: Ganz einfach: herausnehmbar und unsichtbar. Man kann die Schienen auch mal eine Stunde rausnehmen. Das schont zudem das Gewebe, da nicht permanent Druck aufgebaut wird. Die Behandlung lässt sich einfach sehr gut ins Leben integrieren.

Der richtige Biss: Und wie sieht das bei Kindern aus? Gilt da dasselbe?

Dr. Fricke: Die Argumente sind eigentlich dieselben. Kinder, spätestens, wenn die so ungefähr das 12. Lebensjahr überschritten haben, wollen keine Brackets. Man müsste schon viel Überzeugungsarbeit leisten, wenn das notwendig wäre. Deshalb haben wir auch bei Kindern schon viel mit Lingualtechnik gemacht, wenn Invisalign nicht ausgereicht hat.

Der richtige Biss: Ist es bei der Behandlung von Kindern nicht eher gefährlich, dass die Schienen herausnehmbar sind und deshalb leichter verloren werden können?

Dr. Fricke: Theoretisch ja. Aber wir besprechen das am Anfang und prüfen zusammen mit den jungen Patienten und ihren Eltern, ob die Bereitschaft da ist, die Schienen konsequent zu tragen. In 99% der Fälle sehen wir da auch keine Schwierigkeit. Und in den wenigen anderen Fällen akzeptieren wir das und behandeln dann eben mit fester Spange.

Der richtige Biss: Aus welchen Gründen kommen die Patienten zu Ihnen?

Dr. Fricke: Aus verschiedenen Gründen. Ästhetik spielt manchmal eine Rolle, meistens stehen aber funktionelle Probleme im Vordergrund. Probleme, die oft über konkrete Beschwerden an den Zähnen und dem Kiefer hinausgehen. Deshalb spielen bei uns auch CMD-Therapien eine wichtige Rolle.

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Der richtige Biss: Was bedeutet das konkret?

Dr. Fricke: CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktionen. Vereinfacht gesagt sind das Funktionsstörungen im Kieferbereich. Oftmals sind diese Probleme Auslöser für weiterführende Probleme wie chronische Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen bis hin zu Themen wie Knieschmerzen, Beckenschiefstand, Taubheitsgefühle durch abgeklemmte Nerven bis hin zum Tinnitus. Mit einer Korrektur des Bisses können wir da oft viel positives bewirken.

Der richtige Biss: Wie gehen Sie da vor?

Dr. Fricke: Wir arbeiten in solchen Fällen intensiv mit Orthopäden, HNOs, Manualtherapeuten und anderen Spezialisten zusammen. Patienten werden oft zu uns überwiesen, um zu prüfen, welchen Einfluss ein eventueller Fehlbiss auf das Krankheitsbild hat. Man muss einfach alles berücksichtigen und das ist sehr vielschichtig. Deshalb sind wir zu diesem Thema auch in verschiedenen Fachgesellschaften tätig, zum Beispiel im CMD-Dachverband, wo dann der Austausch der verschiedenen Spezialisten stattfindet.

Der richtige Biss: In wie viel Prozent der Fälle hat ein Fehlbiss so weitreichende Auswirkungen?

Dr. Fricke: Harte Zahlen gibt es nicht. Aber wir haben für uns Erhebungen gemacht. Wir können belegen, dass Patienten, die krank zu uns kommen und bei denen der Fehlbiss Ursache des Leidens ist nach einer Bisskorrektur signifikante Verbesserungen erfahren.

Der richtige Biss: Herr Dr. Fricke, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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