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Der richtige Biss im Gespräch mit Dr. Windsheimer aus Crailsheim, Invisalign-Behandler seit 2001.


Die wichtigsten Fakten:

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  • Gründung: 2001
  • Stadt: Crailsheim
  • Ärzte: 3
  • Mitarbeiter: 25
  • Leistungsumfang: Moderne Kieferorthopädie
  • Spezialgebiet: Invisalign-Behandlungen
  • Invisalign-Behandlungen: > 900 (seit 2001)
  • Website: www.kfo-crailsheim.de
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Der richtige Biss: Herr Dr. Windsheimer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein kurzes Interview mit „Der richtige Biss“ nehmen. Starten wir gleich mit unserer ersten Frage. Warum ist ein „richtiger Biss“, sprich eine korrekte Zahnstellung so wichtig?

Dr. Windsheimer: Auf der einen Seite kann eine schlechte Zahnstellung „lokale“ Auswirkungen haben. Das geht von erhöhten Parodontoserisiken, einer verstärkten Abnutzung der Zähne bis hin zu Sprechproblemen. Und natürlich spielt die Optik der Zähne eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite ist ein harmonischer Biss, sprich eine gute Okklusion sehr wichtig, weil Fehlstellungen sich auch weit darüber hinaus auswirken können. Nicht nur Kiefergelenksprobleme, sogar Rückenprobleme, Verspannungen oder Verspannungskopfschmerzen können das Resultat einer schlechten Zahnstellung sein.

Der richtige Biss: Und wie kann man für sich selbst feststellen, ob es Handlungsbedarf gibt?

Dr. Windsheimer: Eigentlich nur dann, wenn es dem Patienten um die Optik geht. Bei allen anderen Problemen ist das ohne Untersuchung durch einen Facharzt sehr schwierig. Es geht eben nicht nur um den ersten Eindruck, sondern um eine ganzheitliche Diagnostik. In den meisten Fällen gibt der Zahnarzt auch den Hinweis darauf, dass man die Zahnstellung kontrollieren sollte. Viele Patienten haben auch einfach das Gefühl, da stimmt was nicht und entscheiden sich dann selbst für eine Untersuchung. Wir empfehlen auf alle Fälle regelmäßige Kontrollen, vor allem im Jugendalter. Auf alle Fälle lieber zu früh als zu spät. Und wenn wir dann – z.B. bei Jugendlichen – einen Eindruck gewonnen haben, kann es auch sein, dass es reicht, in zwei bis drei Jahren wieder vorbei zu kommen. Zum Beispiel, wenn die nächste Phase des Zahnwechsels abgeschlossen ist.

Der richtige Biss: Heißt das, dass Zahnfehlstellungen nur im Jugendalter korrigierbar sind?

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Dr. Windsheimer: Nein, auf keinen Fall. Bei uns in der Praxis ist der jüngste Patient sechs, der älteste über 80. Egal ob es um die Optik oder um konkrete Beschwerden geht, eine Behandlung kann in jedem Alter Sinn machen. Klar – je früher man damit beginnt, desto länger profitiert man davon. Aber rein theoretisch, wenn gewisse biologische Parameter gegeben sind, spielt das Alter in der modernen Kieferorthopädie eigentlich keine Rolle mehr.

Der richtige Biss: Viele Ihrer Patienten behandeln Sie ja mit Invisalign, seit 2001 haben Sie über 900 Behandlungen durchgeführt. Wie kam es dazu?

Dr. Windsheimer: Angefangen hat es eigentlich mit dem Wunsch, neue Wege zu gehen und meinen Patienten moderne und innovative Lösungen anbieten zu können. Wir haben dann in unserer Praxis diskutiert, ob wir uns eher auf innenliegende feste Spangen oder auf ein Schienensystem konzentrieren wollen. Nach Abwägung aller Argumente haben wir uns dann für uns dann für Schienensystem bzw. direkt für Invisalign entschieden. Und im Nachhinein betrachtet war das die richtige Entscheidung.

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Der richtige Biss: Warum fiel die Entscheidung für Invisalign, es gibt ja unterschiedlichste Anbieter am Markt?

Dr. Windsheimer: Am Anfang, also 2001 war das ja keine „Komplett-Entscheidung“ von heute auf morgen. Damals gab es viele Fälle, in denen ich medizinisch und funktionell mit einer festen Spange einfach noch mehr erreichen konnte. Wir haben uns da so rangetastet und haben dann festgestellt, dass sich Invisalign von allen Systemen am besten weiterentwickelt. Sowohl bei den medizinischen wie bei den ästhetischen Möglichkeiten. So ungefähr 2005/2006 sind wir dann richtig eingestiegen. Mit Invisalign können wir inzwischen in extrem vielen Fällen die feste Spange ersetzen und das sehe ich bei Alternativ-Systemen noch nicht. Dazu kommt, dass so ein System ja auch andere Abläufe in der Praxis nach sich zieht. Klare und strukturierte Prozesse sind meinem Team und mir sehr wichtig und das ist bei Invisalign gut geregelt. Deshalb war mir das persönlich am sympathischsten.

Der richtige Biss: Was hat sich den konkret geändert für Ihre Praxis?

Dr. Windsheimer: Nun, zuerst einmal sind es die Arbeitsabläufe. Die Arbeitsteilung ist anders als bei anderen Systemen. Wir haben in unserer Praxis inzwischen sogar einen Mitarbeiter, der sich nur um die Organisation rund um Invisalign kümmert und im Hintergrund alles regelt. Ich kann mich super auf das wesentliche, medizinische konzentrieren. Und ich kann eben vieles am Computer planen, was unseren klinischen Alltag etwas ruhiger und besser planbar macht.

Der richtige Biss: Und was hat sich neben den Arbeitsabläufen geändert?

Dr. Windsheimer: Mir war es wichtig, dass auch das Team und die Praxis diesen modernen Charakter des Produkts transportieren. Das fängt bei der Bekleidung des Teams an und betrifft auch die Praxis selber. Wir haben zum Beispiel die Praxis innerhalb von 10 Jahren zweimal komplett umgebaut. Dieser moderne Auftritt sorgt dafür, dass Patienten uns automatisch für innovativ halten und dann auch gezielt nach Methoden wie Invisalign fragen.

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Der richtige Biss: Dann ist Invisalign also auch ein Erfolgsfaktor Ihrer Praxis?

Dr. Windsheimer: Ja, auf jeden Fall. Am Anfang war es zwar mehr ein Hobby. Ein neues Produkt, an das man sich erst gewöhnen muss und man braucht eine Anzahl von Fällen, damit das auch kaufmännisch interessant wird. Aber inzwischen ist es ein wirklich wichtiger Faktor für unsere Praxis geworden.

Der richtige Biss: Bei welchen Indikationen empfehlen Sie Ihren Kunden Invisalign?

Dr. Windsheimer: Am Anfang waren es kleine Zahnfehlstellungen, aber das Spektrum hat sich über die Jahre enorm erweitert. Das hängt meiner Ansicht nach damit zusammen, dass sich die Technologie stetig weiter entwickelt hat. Und wir uns als Behandler eben auch. Diese Synthese aus Erfahrung und Innovation schafft letztlich die Basis, um auch wirklich komplexe Behandlungen mit Invisalign durchzuführen. Es mag noch gewisse Einschränkungen geben, aber wir können inzwischen fast alle Behandlungen mit Invisalign realisieren.

Der richtige Biss: Welche Vorteile bringt diese Art der Behandlung Ihren Patienten?

Dr. Windsheimer: Nun, mit Sicherheit steht die Tatsache, dass die Behandlung nahezu unsichtbar ist, an erster Stelle. Und dass es eben sehr hygienisch ist, weil die Schienen zum Essen und zur Zahnpflege herausgenommen werden können. Genau da sind ja in der Vergangenheit oft Nachteile entstanden. Bei der klassischen festen Spange hatten wir noch häufig das Problem, dass die Zähne am Ende der Behandlung zwar wunderschön gerade, aber gleichzeitig durch Kariesaktivitäten angeschlagen waren. Dann spielt die moderne Technologie eine wichtige Rolle. Ich zeige meinen Patienten direkt am PC mit der ClinCheck-Software, was ich mit ihm vorhabe und wie seine Zähne später aussehen werden. Das bekommt er dann sogar per E-Mail. Durch diese technologischen Möglichkeiten kann er sich viel stärker mit der Behandlung identifizieren und das motiviert natürlich auch.

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Der richtige Biss: Wie kommen Ihre Patienten während der Behandlung mit den Invisalign-Schienen zurecht?

Dr. Windsheimer: Sehr gut. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Aber unterm Strich sind die Patienten sehr zufrieden. Deshalb haben wir das auch immer weiter intensiviert in den letzten Jahren. Ich glaube, ich würde das nicht machen, wenn die Patienten nicht damit zurecht kommen würden. Vor allem für Erwachsene im Berufsleben ist diese fast unsichtbare Behandlung ein schlagendes Argument. Ich habe Patienten, die waren vor 5 oder 6 Jahren schon mal bei mir und haben eine Behandlung mit fester Spange abgelehnt, obwohl sie nötig gewesen wäre. Die kommen jetzt wieder und lassen sich mit Invisalign behandeln, weil die Vorteile und die Handhabung einfach überzeugen.

Der richtige Biss: Und wie sieht das mit der Behandlung von Jugendlichen aus? Gilt dasselbe?

Dr. Windsheimer: Auf alle Fälle. Natürlich muss der Teenager diszipliniert sein und die Schienen wirklich regelmäßig tragen. Und es gibt auch Fälle, vielleicht 10%, bei denen ich im Beratungsgespräch mit den Eltern dann sage: „Gebt Eurem Kind lieber eine feste Spange.“ Der Patient ist natürlich mit in der Verantwortung für den Behandlungserfolg. Auf der anderen Seite sind die notwendigen Zahnbewegungen sehr gut planbar und exakt umsetzbar, vor allem auch in der Wachstumsphase ist das ein entscheidender Vorteil.

Der richtige Biss: Zum Abschluss noch eine Frage. Was empfehlen Sie Kolleginnen und Kollegen, die darüber nachdenken, in Zukunft auch mit Invisalign zu behandeln?

Dr. Windsheimer: Eigentlich ist das ganz einfach. Am Anfang steht natürlich immer die Teilnahme an einer Schulungsveranstaltung. Und dann beginnt man mit leichten Fällen, sammelt die ersten Erfahrungen und steigert sich so langsam. Es geht ja nicht darum, sich neues kieferorthopädisches Wissen anzueignen, sondern um den Umgang mit einer anderen Technologie. So habe ich das auch gemacht. Und heute ist Invisalign aus meiner Praxis nicht mehr wegzudenken.

Der richtige Biss: Herr Dr. Windsheimer, vielen Dank für das Gespräch.

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